Versöhnung

«Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben!» (Mt 6,12)

In jedem Vaterunser bitten wir um Vergebung unserer Schuld. Eine Antwort auf diese Vaterunser-Bitte ist die Feier des Sakramentes der Versöhnung, bezeichnet auch als Sakrament der Busse, Beichte und Vergebung. Dabei geht es um Versöhnung mit Gott, den Mitmenschen und sich selbst. Bei der Erkenntnis, sich von Gott, den Mitmenschen oder auch von sich selbst getrennt zu haben, gibt es verschiedene Formen der Umkehr. Neben dem bittenden Gebet, wie im Vaterunser, gibt es in unseren Gemeinden in der Advents- und Fastenzeit die gemeinschaftliche Feier der Versöhnung in unseren Bussandachten. Auch der Versöhnungsweg (vor allem für Kinder und Jugendliche) will helfen, mich selbst und mein Handeln ehrlich in den Blick zu nehmen und gleichzeitig bereit zu sein, mich der Barmherzigkeit Gottes anzuvertrauen.

Es kann aber auch hilfreich sein, im geschützten Gespräch sich selbst klarer zu werden, was man falsch gemacht hat und dabei die Zusage der Vergebung Gottes von einem Priester zugesprochen bekommt. Dabei spricht der Priester, in dessen Stellvertretung und Auftrag, die befreienden Worte der Vergebung zu, so wie Jesus dies jeweils auch getan hat: «Deine Sünden sind dir vergeben.» (Mt 9,2; Mk 2,5; Lk 7,48)

Dabei ist es Gott selber, der dem um Vergebung Menschen entgegenkommt – entsprechend dem Gleichnis, mit welchem Jesus genau diese liebende, verzeihende und barmherzige Seite Gottes aufzeigt: Im Bild des barmherzigen Vaters, der seinem «verlorenen» und jetzt zurückkehrenden Sohn entgegenläuft und ihn in die Arme schliesst. (Lk 15,11-32)

Beichtgelegenheiten
Die Beichtgelegenheit in den Beichtstühlen ist aufgrund der aktuellen Situation mit der Corona-Pandemie NICHT möglich.
Wer das Bedürfnis zum Beichten hat, kann sich gerne direkt bei einem Priester melden oder beim Sekretariat des Pfarramtes , um einen Termin/Ort zu vereinbaren.